Unter dem Titel: „Sozial. Stark. Zollernalb. Im Dialog für mehr Miteinander.“ fand am 6.12.25 eine Diskussionsrunde zum Auftakt des Wahlkampfes der SPD im Wahlkreis 63 Balingen statt. Als Veranstaltungsort wurde unser Sozialkaufhaus gewählt.
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Die SPD im Wahlkreis 63 Balingen ist am 6.12.25 offiziell in ihren Wahlkampf gestartet. Zum Auftakt gab es eine Diskussionsrunde im „Domiziel“. Diese stand unter dem Titel: „Sozial. Stark. Zollernalb. Im Dialog für mehr Miteinander.“
Das „Domiziel“ ist ein Sozialkaufhaus für Wohngegenstände wie Möbel, Haushaltsgeräte oder Geschirr. Gute Stücke, die Andere nicht mehr benötigen, finden hier neue Besitzer – und das zu einem minimalen Preis. Zudem werden gut erhaltene Dinge gerettet – ein gut durchdachtes Konzept, dass nachhaltig arbeitet und Müll vermeidet. Hinter dem Sozialkaufhaus steht ein eingetragener Verein. An dessen Spitze: Nathalie Hahn, Peter Blechmann und Lina Notter.
SPD-Landtagskandidatin Katja Weiger-Schick und Zweitkandidat Dominik Ochs, gemeinsam Kreisvorsitzende der SPD Zollernalb, kamen ins Gespräch mit Nathalie Hahn (Gründerin und 1. Vorstand „Domiziel" Sozialkaufhaus Zollernalb), Peter Nagel (stellvertretender Vorstand des Kinderschutzbundes, Orts- und Kreisverband Balingen) und Erich Laub (erfahrener Beisitzer des Kinderschutzbundes, Orts- und Kreisverband Balingen). Das „Domiziel“ als Veranstaltungsort war von allen Verantwortlichen bewusst gewählt worden, betont Katja Weiger-Schick: „Das Team weiß genau, welche Sorgen die Menschen im Zollernalbkreis haben. Ein klassischer Veranstaltungssaal erschien uns für diese Veranstaltung nicht angemessen.“ Sie dankte Nathalie Hahn. Peter Blechmann und Lina Notter für ihre unermüdliche Arbeit. Zudem betonte sie die enge Verbindung zu „Domiziel“ und Kinderschutzbund durch ihre Arbeit im Ankunftszentrum Ukraine Meßstetten: „Mit beiden Institutionen habe ich gerne und vertrauensvoll zusammengearbeitet.“
Gemeinsam warfen die Gesprächsteilnehmer und -teilnehmerinnen mit Moderator Dominik Ochs das Licht auf soziale Projekte im Zollernalbkreis. Ochs führte geschickt durch die Diskussion, brachte Positionen zusammen und hakte aufmerksam nach. Dabei ging es zum einen um die finanzielle und planerische Zukunft. Zum anderen standen die Menschen im Mittelpunkt, die diese Projekte besuchen und die Angebote nutzen. Über allem stand dabei die Frage: Wie sieht Armut im Zollernalbkreis aus? Wie leiden die Kinder unter Armut? Und was richtet die MitarbeiterInnen auf, wenn man die Sorgen der Menschen mit nach Hause nimmt?
Es war ein intensives, eindringliches Gespräch. Es darum ging darum, wo und wie sehr Armut schambehaftet sei. Wie schwierig es sei, diesen Kreis zu durchbrechen, wenn Familie nicht wüssten, wie sie ihr Leben finanziell bestreiten sollten. Man Post am liebsten nicht mehr öffnen wolle, weil man neue Rechnungen befürchte. Warum Kinder in hohem Maße litten, zum Beispiel dann, wenn das Geld für einen Schulausflug oder für einen Kindergeburtstag fehle. Eines lag vor allem Nathalie Hahn am Herzen: Sie wünschte sich mehr langfristige Planungssicherheit, die für die Arbeit im „Domiziel“ – und auch für andere Organisationen – unabdingbar notwendig sei. Wichtig sei es, darin waren sich alle einig, dass die bürokratischen Hürden im Land generell weniger würden, da Prozesse häufig zu lange dauerten. Oft würden Menschen nicht nachhaltig und effektiv mitgenommen.
Nach dem Gespräch gab es eine Führung durch das „Domiziel", an der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gerne teilnahmen. Dieses ist in der unteren Halle der Frommerner Firma Möbel Erhard untergebracht.





